Echte Töne in der Mainzer Straße

Oscar Braun und David Lawrence eröffnen morgen ihr Tonstudio – eine Mischung aus Café, Club und Musikstätte.

Von Nicole Burkhardt, Saarbrücker Zeitung vom 30. November 2017

St. Johann Ein Livemusik-Club, so was fehlt nach der Meinung von Oscar Braun und David Lawrence noch in Saarbrücken. Die beiden Truetone-Tonstudio-Betreiber und Veranstalter von Live-Konzerten dachten sich das schon seit mehreren Jahren. Darum werden sie in einer Kooperation am 1. Dezember das Studio 30 in der Mainzer Straße 30 eröffnen.

Noch hängen Kabel aus der Decke und die Theken sind unbefüllt, aber bereits am Freitag soll der Laden voll sein: The Noiz, Manuel Sattler und ein Special Guest sind angekündigt. Bis weit ins nächste Jahr sind die Bands bereits gebucht. Von freitags bis sonntags kann man Live-Acts hören. Dazu haben die beiden sich ein spezielles Konzept ausgedacht, das sie von Clubs wie dem Kleinen Klub oder der Garage abhebt. Denn der neue Laden ist eine Mischung aus Livemusik Club, Tonstudio, Bar und Café. Zudem spielen abends regulär vier Bands: aus der Region auf der oberen Etage bei freiem Eintritt und auf der unteren Etage überregionale Bands für durchschnittlich acht Euro. So profitieren insbesondere auch die regionalen Bands vom Austausch unter den Gruppen und von dem Publikum, was eigentlich kommt, um die bekanntere Band zu hören. „Das Studio 30 ist keine Konkurrenz, es hat einfach noch gefehlt in Saarbrücken“, erklärt Lawrence. Viele Details sind durchdacht, man merkt, dass die Veranstalter schon lange im Kopf an ihrer Idee spinnen, nur darum können sie es schaffen, innerhalb der kurzen Zeit von vier Wochen alles auf die Beine zu stellen. Auch wenn keine Live-Konzerte stattfinden, soll ein besonderes Flair vorherrschen. „Bei uns gibt es kein Spotify, nicht den üblichen Musikbrei, wir spielen ganze Platten und wenn die Platte vorbei ist und der Theker ist zu langsam, dann hört man auch die Geräusche, wie er die Platte gerade wechselt“, erzählt Lawrence. „Die Theker trage entweder unser Studio-Shirt oder können eigene Bandshirts tragen, je ausgewaschener, desto besser, desto authentischer“, ergänzt Braun.

Neben den beiden Gastronomen mit denen sie kooperieren, können auch andere Veranstalter von den Räumen des Studios profitieren. Eine Soundanlage, Gastronomie, ein großes Netzwerk zeichnen das Studio 30 aus. Und die Transparenz: Das Bürofenster ist gut einsehbar von der Straße und auch vom Innenbereich aus, kann man durch ein Fenster bei der Arbeit zusehen. „Ein Blick hinter die Kulissen ist hier jederzeit möglich und erwünscht“, erklären die Organisatoren. Spätestens bei ihrer gemeinsamen Arbeit im Verein Musikbüro Saar haben sie festgestellt, dass es genug Musikinteressierte gibt, die sich austauschen möchten und Bands, die ihre Musik nach außen tragen wollen. Mit dem Verein haben sie die verschiedensten Kneipen und Läden im Saarland bespielt. Allerdings stünde da oft für die Betreiber der Umsatz an erster Stelle und Soundqualität und Offenheit gegenüber Musik und Musikern würde zu wünschen übrig lassen. Das soll im Studio 30 anders werden.

Konzerte von Freitag bis Sonntag ab 19.30 Uhr, Eröffnung am 1. Dezember mit Manuel Sattler und The Noiz feat. Blingpoint www.studio30.org

 

Handel und Handwerk im Quartier

Saarbrücken (red) Die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) lädt in Kooperation mit dem Verein Quartier Mainzer Straße e.V. am Donnerstag, 7. Dezember, von 16.30 bis 19 Uhr zur Entdeckungstour „Entdecken, erleben und genießen – auf Streifzug durch das Quartier Mainzer Straße“ ein. Mitten im Herzen der Landeshauptstadt Saarbrücken ist das Quartier Mainzer Straße ein ebenso attraktives wie überraschendes Stadtviertel voller auch bundesweit bedeutender Kulturinstitutionen und prachtvoller Bürgerhäuser, inhabergeführter Fachgeschäfte, Ateliers, Dienstleistungsbetriebe und Kreativ-Agenturen sowie nicht alltäglicher Gastronomiekonzepte. Dementsprechend gibt es rund um die Mainzer Straße hinter imponierenden Gründerzeitfassaden und entlang historisch gewachsener Innenhöfe viel zu erleben und manches verborgene „Juwel“ zu entdecken. Bei dem Spaziergang mit Klaus Friedrich lernt man zahlreiche kulturhistorische Details und engagierte Menschen aus den Bereichen Kunst, Handel und Handwerk kennen.

Treffpunkt um 16.30 Uhr: Saarbrücken-St. Johann, Haus Brück, Mainzer Straße 6. Kosten: fünf Euro. Anmeldung bei der KEB, Tel. (0 68 94)  9 63 05 16 oder Mail: kebsaarpfalz@aol.com.

Saarbrücker Zeitung vom 30. November 2017

 

Führungen durchs Quartier Mainzer Straße

Saarbrücker Zeitung vom 11. Oktober 2017

St. Johann. Geographie ohne Grenzen veranstaltet mit dem Verein Quartier Mainzer Straße in diesem Jahr Rundgänge mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Sie sollen die besonders attraktive Mischung im Quartier darstellen, sei es im Gewerbe, im Handwerk, in der Gastronomie oder im Handel. Die Rundgänge sind aber keine Verkaufsveranstaltungen. Der Schwerpunkt der nächsten Tour wird die Vorstellung inhabergeführter Geschäfte aus den Bereichen Mode und Schönheit sein. Die Rundgangsteilnehmer werden über die aktuelle Pariser Mode informiert oder können eine kurze Handmassage erleben. Ebenso erfahren sie etwas über unterschiedliche Lederqualitäten und deren Verarbeitung zu maßgeschneiderten Kleidungsstücken.

Die etwa. zweieinhalbstündige Tour mit Dipl.-Ing. Silke Roth beginnt am Freitag, 13. Oktober, 16 Uhr, am Brunnen Ecke Bleichstraße/Obertorstraße. Dorthin fahren Busse der Linien 126, 128, 506, R10 bis „St. Johanner Markt“. Der Rundgang kostet 10 Euro (ermäßigt sechs Euro).

Anmeldung, Informationen und alle Termine unter Tel. 0681 / 301 402 89. Weitere Informationen im Internet www.geographie-ohne-grenzen.de

Kunst und Kultur in Mainzer Straße

 

Saarbrücken. (red) Am Samstag ist es soweit. Der Verein Quartier Mainzer Straße feiert das nun 17. Nachbarschaftsfest. Am 2. September von 12 bis 22 Uhr präsentieren Anwohner, ansässige Geschäfte, Aussteller und Standbetreiber ihre Angebote. Von Kunst und Kultur über Kulinarik mit einer Weinlounge, Saarbrücker Biersommeliers mit Bieren der Welt, bis hin zu abwechslungsreichen Flohmarktständen können Besucher das Quartier erleben, wie sonst nie. Die nur an diesem Tag abgesperrte Mainzer Straße lädt ein zu einem entspannten und interessanten Tag in guter Gesellschaft, gutem Essen und guter Unterhaltung: Nach der Eröffnung von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz kann man sich auf ein Bühnenprogramm mit Franco Jaqués, Jeanette Dalia Curta und der Glan Blues Band bzw. einer Jazz Combo und Herrn Ruppel freuen.

Alle, die mehr über das Viertel erfahren möchten, sind eingeladen bei der Führung durch das Quartier Mainzer Straße mitzugehen. Treffpunkt hierzu ist um 13.30 Uhr vor der Hausnummer 6 beim Haus Brück. Pro Person kostet die Führung zwei Euro.

Und um 11 Uhr findet wieder das traditionelle Politiker- und Pressefrühstück im Domicil Leidinger statt, wie der Verein mitteilt.

Saarbrücker Zeitung vom 30. August 2017

17. Nachbarschaftsfest im Quartier Mainzer Straße

Saarbrücker Zeitung vom 10. August 2017

St. Johann. (red) Sein großes Nachbarschaftsfest feiert der Verein Quartier Mainzer Straße in diesem Jahr am Samstag, 2. September. Dazu sind natürlich nicht nur die Quartiersbewohner eingeladen. Die Organisatoren wollen auch Menschen aus anderen Stadtteilen und Kommunen von den Vorzügen des Quartiers überzeugen. Sie bieten deswegen einen geführten Rundgang an durch diesen Teil von St. Johann. Ein Bühnenprogramm und eine Weinlounge gibt es am ersten Septembersamstag überdies. Ebenfalls beim Fest zu finden sind Saarbrücker Biersommeliers mit Bieren aus aller Welt. Kunst, Kultur und einen Flohmarkt bieten die kleinen, ausschließlich inhabergeführten Geschäfte speziell an diesem Tag. Zwischen 12 Uhr und 22 Uhr können die Besucher in entspannter Atmosphäre durch die nur an diesem Tag abgesperrte Mainzer Straße bummeln und verweilen. Und für die Liebhaber der Architektur gibt es beim Rundgang durchs Quartier viele sehr gut erhaltene Häuser aus der Jahrhundertwende zu entdecken.

Verein kämpft um Qualität im Quartier

Die Teilnehmer des Rundgangs. Fotos: Lehmann

 

Der Verein Quartier Mainzer Straße will die Lebensqualität vor Ort verbessern. Ein Rundgang zeigte aber auch Probleme.

Saarbrücker Zeitung vom 9. Mai 2017: VON HEIKO LEHMANN

 

St Johann. (red) Bürger-Engagement direkt, schnell, effektiv und unkompliziert – das ist das Credo des Vereins Quartier Mainzer Straße. Seit zwei Jahren kümmert sich der Verein um den Bereich zwischen der Bleichstraße und der Heinrich-Böcking-Straße. Etwa 5000 Menschen leben dort. „Bei der Pflege des Ostviertels ist uns aufgefallen, dass ein zusätzlicher Mülleimer benötigt wird, da der vorhandene Eimer ständig überfüllt ist und rundherum viel zu viel Müll liegt. Drei Tage später bekamen wir einen zusätzlichen Mülleimer“, sagte Christine Thomas vom Quartiersverein bei einer Quartiersbegehung am Montag. Die Kommunikation zwischen Verein und Stadt passt.

Das bestätigte auch Stefan Kohl, der erste Vorsitzende des 55 Mitglieder starken Vereins, der 15 Jahre lang eine Interessengemeinschaft (IG) war. Aus rechtlichen Gründen wurde vor zwei Jahren aus der IG ein Verein. Auch Saarbrücken’s Baudezernent Heiko Lukas und Monika Kunz, die Leiterin des Stadtplanungsamtes, folgten der Einladung zum Rundgang vor Ort. Bei der ersten Station auf dem ehemaligen Citroën-Gelände in der Großherzog-Friedrich-Straße erklärten Lukas und Kunz den Anwohnern das Bauvorhaben auf dem Gelände. Etwa 150 neue Wohneinheiten von 40 bis 165 Quadratmeter sollen entstehen. Baubeginn soll Ende des Jahres sein und die Fertigstellung in etwa zwei Jahren. Auch eine Tiefgarage ist geplant.

Etwa 30 Menschen waren bei dem Rundgang dabei. Rund die Hälfte davon sind direkte Anwohner des neuen Baugebietes und sorgten sich wegen des Baulärms und eventuell wegfallender Sonneneinstrahlung durch die neuen Häuser. „Wir versuchen hier alles lebendig zu gestalten. Es wird einen öffentlichen Durchgang zu Fuß oder mit dem Rad durch das 20 000 Quadratmeter große Geländer geben. Es gibt auch Überlegungen eine Kindertagesstätte in den neuen Gebäuden zu installieren“, sagte Monika Kunz. Nächste Baustelle im Quartier war die fast nicht mehr sichtbare Radwegmarkierung in der Mainzer Straße. „Das versuchen wir so schnell es geht zu beheben“, sagte Werner Maurer, der Leiter des Tiefbauamtes. Baudezernent Heiko Lukas lobte das Bürger-Engagement. „Die Arbeit des Vereins ist extrem hilfreich für uns. Wir haben uns Anfang des Jahres mit Hilfe einer Videoanalyse einen Überblick über die Problemzonen in der Stadt verschafft, aber alles können wir auch nicht sehen“, sagte der Baudezernent und deutete auf einen Mülleimer, der an einem Straßenschild befestigt ist und etwa ein Drittel in den Fahrradweg in der Mainzer Straße ragt. „Diese Situation ist doof und müssen wir ändern“, sagt Lukas und schüttelt den Kopf. Die Situation der Schilder in den Straßen hätte der Verein auch gerne geändert. An der Ecke Mainzer Straße-Rosenstraße stehen an der Kreuzung auf einer Fläche von zehn auf zehn Meter 29 Schilder. „Wir versuchen so wenig wie möglich Schilder anzubringen, müssen uns aber leider an die Gesetzesvorgaben halten“, so Kunz.