{"id":1236,"date":"2016-09-16T10:33:20","date_gmt":"2016-09-16T08:33:20","guid":{"rendered":"http:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/?p=1236"},"modified":"2016-09-16T10:52:08","modified_gmt":"2016-09-16T08:52:08","slug":"eine-institution-in-saarbruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/2016\/09\/16\/eine-institution-in-saarbruecken\/","title":{"rendered":"Eine Institution in Saarbr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Blick in das Jagdzimmer der Saarbr\u00fccker Casino-Gesellschaft, vermutlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.<\/strong> Foto Stadtarchiv Saarbr\u00fccken<\/p>\n<h3><strong>Vor 220 Jahren gr\u00fcndeten B\u00fcrger die Casino-Gesellschaft \u2013 Festakt am 2. Oktober<\/strong><\/h3>\n<p>Saarbr\u00fccker Zeitung vo 15 Sep 2016<\/p>\n<p><strong>220 Jahre Saarbr\u00fccker CasinoGesellschaft: Das soll gro\u00df gefeiert werden. Denn das Haus in der Bismarckstra\u00dfe 47 ist ein wichtiger Ort der Begegnung in der Landeshauptstadt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Saarbr\u00fccken.<\/strong> Die Casino-Gesellschaft Saarbr\u00fccken feiert ihren 220. Geburtstag. Damit ist sie der \u00e4lteste noch bestehende Zusammenschluss von B\u00fcrgern unserer Stadt und unseres Landes, erkl\u00e4rt der Vorsitzende Lothar Arnold. Dar\u00fcber hinaus gilt die Saarbr\u00fccker Casino-Gesellschaft als dritt\u00e4lteste ihrer Art in Deutschland. Allein diese Best\u00e4ndigkeit unterstreiche ihre Bedeutung f\u00fcr Saarbr\u00fccken und das Saarland.<\/p>\n<p>Ab Mitte des 18 Jahrhundert erlebten die Saarst\u00e4dte Saarbr\u00fccken und St. Johann einen wirtschaftlichen Aufschwung. \u00dcberall in Deutschland entstanden sogenannte Lesegesellschaften, so auch in Saarbr\u00fccken. 19 Mitglieder gr\u00fcndeten am 1. September 1796 das \u201eColleg\u201cim Hause Georg Philipp Korn. Innerhalb des \u201eCollegs\u201cergab sich am 5. Januar 1817 eine Neugr\u00fcndung unter dem Namen \u201eCasino\u201c. August Krohn, der erste Chronist der Gesellschaft, berichtet von der au\u00dferordentlichen Sparsamkeit, die Mitglieder waren aber wohlhabende B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft war immer eine Gemeinschaft von wirtschaftlich einflussreichen Leuten. 1866 ist ein weiteres bedeutendes Datum: Der repr\u00e4sentative Neubau des heutigen Landtages wurde fertiggestellt, der bis 1938 im Besitz der Gesellschaft blieb.<\/p>\n<p>Eine besondere Bl\u00fcte hatte die Gesellschaft von 1925 bis 1932. Umso tragischer war die verordnete Selbstaufl\u00f6sung im Dritten Reich. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog der Landtag in das ehemalige Gesellschaftshaus.<\/p>\n<p>Es begannen intensive Verhandlungen mit der Regierung, die mit einer Abfindung endeten. Schlie\u00dflich kaufte die Gesellschaft das heutige Anwesen in der Bismarckstra\u00dfe 47. Das Haus wurde am 12. Mai 1954 feierlich er\u00f6ffnet und von 1989 bis 1990 erweitert. Das Gesellschaftshaus musste immer wieder instand gesetzt und modernisiert werden. Das geschah etwa 2007, um Auflagen des Brandschutzes zu erf\u00fcllen, und zuletzt, um die Thekeneinrichtung umzubauen. Die Gesellschaft musste erheblichen finanziellen Aufwand betreiben, um dies zu stemmen.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft ist auch heute noch ein Querschnitt des B\u00fcrgertums der Stadt Saarbr\u00fccken. So sind Kaufleute, Beamte, Richter, Rechtsanw\u00e4lte, \u00c4rzte, Architekten, Handwerker und Dienstleister vertreten.<\/p>\n<p>Ein weiterer Zweck der Saarbr\u00fccker Casino- Gesellschaft ist die F\u00f6rderung des saarl\u00e4ndischen kulturellen Nachwuchses, betont Arnold. Anl\u00e4sslich des 200-j\u00e4hrigen Bestehens der Gesellschaft vergab sie 1996 erstmals einen F\u00f6rderpreis f\u00fcr Nachwuchsk\u00fcnstler. Der Preis wurde seitdem 15-mal an Musiker, viermal an K\u00fcnstler und einmal an einen Architekten verliehen. Ein H\u00f6hepunkt in der Geschichte des Hauses war 2004 eine Veranstaltung mit der damals noch lebenden Schwester von Willi Graf, Anneliese Knoop- Graf, die \u00fcber das kurze Leben ihres Bruders und \u00fcber die Auswirkung seines Widerstandes gegen die Nazis auf die gesamte Familie berichtete.<\/p>\n<p>Die Casino-Gesellschaft feiert im Oktober im Gesellschaftshaus in der Bismarckstra\u00dfe 47 mit einem Festakt ihr 220-j\u00e4hriges Bestehen.<\/p>\n<p>Festredner ist Klaus T\u00f6pfer, der ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Der Festakt beginnt am Sonntag, 2. Oktober, um 10 Uhr und wird musikalisch umrahmt von Professor Robert Leonardy. red<\/p>\n<p>Weitere Informationen gibt es nach einer E-Mail an die Adresse info@die-saarbruecker-casinogesellschaft oder unter Telefon (06 81) 5 72 53.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blick in das Jagdzimmer der Saarbr\u00fccker Casino-Gesellschaft, vermutlich zu Beginn des 20. 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