{"id":1406,"date":"2016-10-10T09:08:01","date_gmt":"2016-10-10T07:08:01","guid":{"rendered":"http:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/?p=1406"},"modified":"2016-10-10T09:08:01","modified_gmt":"2016-10-10T07:08:01","slug":"ein-letzter-weg-auch-in-die-eisdiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/2016\/10\/10\/ein-letzter-weg-auch-in-die-eisdiele\/","title":{"rendered":"Ein letzter Weg \u2013 auch in die Eisdiele"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Paul Marien Hospiz beging sein 20-j\u00e4hriges Bestehen mit einem Festakt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sterbende Menschen begleiten, ihnen dabei helfen, ihr Leben zu vollenden, das ist das Ziel der Arbeit im Paul Marien Hospiz seit 20 Jahren. Zum Jubil\u00e4um gab es einen Festakt in der Johanneskirche.<\/strong><\/p>\n<p>Von SZ-Redakteur Peter Wagner, SZ vom 04. Oktober 2016<\/p>\n<p><strong>Saarbr\u00fccken.<\/strong> Im Paul Marien Hospiz am Evangelischen Stadtkrankenhaus in Saarbr\u00fccken werden Schwerstkranke betreut, die den Tod vor Augen haben. \u201eManchmal sterben sie bereits am ersten Tag, in Einzelf\u00e4llen leben sie \u00fcber Wochen im Hospiz\u201c, hei\u00dft es in einer Mitteilung, die die Einrichtung zu ihrem 20-j\u00e4hrigen Bestehen herausgab. Jeden einzelnen, so Leiterin Ute Seibert bei einer Diskussion anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums, wolle man \u201eso sein lassen, wie er ist. Ihn so nehmen, wie er ist\u201c. Moderatorin Doris D\u00f6pke, leitende Redakteurin dieser Zeitung, hatte wissen wollen, was \u201eden Kern der Hospizarbeit\u201c ausmache.<\/p>\n<p>Gilla Scheer, ehrenamtliche Mitarbeiterin, sprach davon, den Menschen \u201eW\u00fcrde und Selbstst\u00e4ndigkeit zu lassen, bis zuletzt\u201c. Die Ehrenamtler, die oft mehr Zeit h\u00e4tten als das angestellte Personal, machten sich vor allem verdient, indem sie Zeit g\u00e4ben, sei es f\u00fcr Gespr\u00e4che oder f\u00fcrs Vorlesen von Psalmen. Und wenn ein Kranker den Wunsch habe, noch einmal ein Eis am St. Johanner Markt zu essen, dann bringe man ihn selbstverst\u00e4ndlich hin. Das war ganz im Sinn des Heidelberger Psychologen und Gerontologen Prof. Dr. Andreas Kruse, der sich f\u00fcr die Teilhabe des Sterbenden am Leben stark machte; er solle das Gef\u00fchl haben, anderen immer noch etwas geben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Arzt Dr. Dietrich W\u00f6rdehoff aus V\u00f6lklingen bereicherte die Diskussion durch seine Definition von Heilung in der Palliativmedizin: Diese Medizin sei nicht dazu da, auch nicht dazu geeignet, den Menschen gesund zu machen, sondern heil zu machen, das hei\u00dft sein Leben vollenden zu k\u00f6nnen, mit sich einig zu werden.<\/p>\n<p>Das Haus unter der Leitung der Stiftung Kreuznacher Diakonie beging den Geburtstag in der Johanneskirche mit einem mehrst\u00fcndigen Programm, angefangen mit einem Gottesdienst, an dem auch Oberb\u00fcrgermeisterin Charlotte Britz teilnahmen, \u00fcber Musik des Holzbl\u00e4serquintetts Friedrichsthal bis hin zu einem Stehempfang. Auch der F\u00f6rderverein Paul-Marien-Hospiz wurde 20 Jahre alt.<\/p>\n<p><strong><u>Quelle:<\/u><\/strong> http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/saarbruecken\/saarbruecken\/saarbruecken\/Saarbruecken;art446398,6267023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Paul Marien Hospiz beging sein 20-j\u00e4hriges Bestehen mit einem Festakt Sterbende Menschen begleiten, ihnen dabei helfen, ihr Leben zu vollenden, das ist das Ziel der Arbeit im Paul Marien Hospiz seit 20 Jahren. 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