{"id":747,"date":"2016-07-22T08:25:11","date_gmt":"2016-07-22T06:25:11","guid":{"rendered":"http:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/?p=747"},"modified":"2016-07-22T13:16:00","modified_gmt":"2016-07-22T11:16:00","slug":"ein-platz-fuer-die-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mainzerstrasse.saarland\/wordpress\/2016\/07\/22\/ein-platz-fuer-die-menschen\/","title":{"rendered":"Ein Platz f\u00fcr die Menschen."},"content":{"rendered":"<h1><strong>Ein Platz f\u00fcr die Menschen<\/strong><\/h1>\n<h4><strong>Museumsdirektor Roland M\u00f6nig stellt Pl\u00e4ne der Au\u00dfenanlage vor<\/strong><\/h4>\n<p>Von SZ-Redakteur Peter Wagner<\/p>\n<p><strong>Massive Erdbewegungen finden derzeit bei idealem Bauwetter am Saarlandmuseum und an der Musikschule statt. Beide Au\u00dfenanlagen sollen zu einem Park verschmelzen, den die Saarbr\u00fccker besser annehmen als bisher. Es wird auch einen Zugang zur Saar geben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Saarbr\u00fccken.<\/strong> Die B\u00e4ume bleiben, die Parkpl\u00e4tze verschwinden, die Menschen sollen noch zahlreicher kommen &#8211; das sind nach Schilderung von Saarlandmuseums-Direktor Roland M\u00f6nig die Ziele, die das Land und die Stiftung saarl\u00e4ndischer Kulturbesitz mit der Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes der Modernen Galerie und der benachbarten Hochschule f\u00fcr Musik erreichen m\u00f6chten. M\u00f6nig sprach von einem \u201ebesonderen Ort zur Einstimmung auf Kunst und Musik\u201c.<\/p>\n<p>Weil vor dem Museum und der Hochschule in diesen Tagen enorme Mengen Schotter und Erde bewegt werden, sich dem Betrachter aber nicht erschlie\u00dft, was dahinter steht und was das werden soll, hatte B\u00fcrgermeisterin Christa Piper ( SPD ) den Saarbr\u00fccker Baudezernenten Prof. Heiko Lukas um einen m\u00fcndlichen Bericht gebeten. Lukas, als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Saarl\u00e4ndischer Kulturbesitz zwar mit allem vertraut, gab die Aufgabe aber gern an den Museumschef weiter. Der nutzte die Gelegenheit f\u00fcr einen fast einst\u00fcndigen Vortrag mitsamt Werbung f\u00fcr sein Haus. Am Ende der ebenso wortstarken wie unterhaltsamen Lehrstunde wussten alle deutlich mehr \u00fcber Saarbr\u00fccker Architektur und Kunst und verabschiedeten den promovierten Kunsthistoriker mit Beifall \u2013 wenngleich ihnen nicht alle Details der Platzsanierung hundertprozentig zugesagt haben d\u00fcrften.<\/p>\n<p>So mussten sich die Bezirksverordneten von der Idee verabschieden, dass der 4000 Quadratmeter gro\u00dfe Skulputurengarten zwischen Museum und Leinpfad zur Saar hin ge\u00f6ffnet wird. \u201eWenn wir die Mauer wegnehmen, wird auf den Skulpturen gegrillt\u201c, schilderte M\u00f6nig seine Angst vor allt\u00e4glichem Vandalismus. Noch gr\u00f6\u00dfer sei die Gefahr von Metalldiebst\u00e4hlen. Organisierte T\u00e4ter k\u00e4men gar mit Lastwagen, um tonnenschwere Skulpturen wegzuschaffen. Ihnen sei nur der Metallgehalt und nicht der k\u00fcnstlerische Wert bedeutsam.<\/p>\n<p>Wichtig zu wissen aber: Ein etwa vier Meter breiter \u201eFlanierpfad\u201c wird den k\u00fcnftigen Platz mit dem Fluss verbinden, so dass ein ungehinderter Spaziergang aus Richtung Bismarckstra\u00dfe \u00fcber das \u201eKunst\u201c-Gel\u00e4nde ans Wasser m\u00f6glich sein wird. Dass der Mensch hier idealerweise nicht mehr gegen parkende Autos l\u00e4uft, ist nach Worten von Lukas ein entscheidender \u201est\u00e4dtebaulicher Mehrwert\u201c.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Stadt besonders bedeutsam war die klare Festlegung der Planungsgrenze von Museum (Land) und st\u00e4dtischem Gehweg an der Bismarckstra\u00dfe. Diese Kante, von einer Baumreihe ges\u00e4umt, soll nicht nur besonders adrett und einladend werden, sondern muss auch stabil sein, weil die Lastwagen, die Museumskunst bringen und holen, hier dr\u00fcber m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Was die Barrierefreiheit des vom Konzeptk\u00fcnstler Michael Riedel geplanten Platzes angeht, blieb M\u00f6nig unkonkret. Wie seinen Worten zu entnehmen war, d\u00fcrfte es Behinderten und Blinden m\u00f6glich sein, das Gel\u00e4nde zu bew\u00e4ltigen, wenngleich nicht konkret nach den DIN-Normen der Barrierefreiheit gebaut wird. Riedel hat vor, den Grundriss des Geb\u00e4udes ein zweites Mal in die Landschaft zu projizieren, und zwar mit hellen Betonsteinen der Gr\u00f6\u00dfe vier mal vier Meter. Weil der Platz daf\u00fcr nicht reicht, m\u00fcssen Teile dieses zweiten Grundrisses am Erweiterungsbau (4. Pavillon) quasi \u201ehochkriechen\u201c, das ist sozusagen der \u201eentscheidende Kniff\u201c (M\u00f6nig).<\/p>\n<p>In sp\u00e4testens sechs Wochen sollen die ersten Platten verlegt werden. Das Bauwetter ist derzeit ideal, der Neubau ist komplett einger\u00fcstet und wird gerade ged\u00e4mmt. Wie Britta Blau ( SPD ) aufgrund schlechter Erfahrungen mit Bel\u00e4gen der Bahnhofstra\u00dfe erfragte, soll der Stein f\u00fcr den Boden \u201esehr widerstandsf\u00e4hig\u201c gegen Verschmutzungen sein; derzeit liefen Versuche, sagte M\u00f6nig. Auch mit den B\u00e4umen gibt man sich offenkundig gro\u00dfe M\u00fche: die alte Kastanie am Museum ist mit einer sogenannten \u201eWurzelschutzbr\u00fccke\u201c versehen worden, damit der alte Baum die Erdarbeiten nur ja schadlos \u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Saarbr\u00fccker Zeitung vom Montag, 18. Juli 2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Platz f\u00fcr die Menschen Museumsdirektor Roland M\u00f6nig stellt Pl\u00e4ne der Au\u00dfenanlage vor Von SZ-Redakteur Peter Wagner Massive Erdbewegungen finden derzeit bei idealem Bauwetter am Saarlandmuseum und an der Musikschule statt. 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