Mord und Totschlag für Genießer

Im Oktober finden wieder drei Wochen lang die Krimitage Saar in Saarbrücken statt

Saarbrücker Zeitung vom 15 Sep 2016

Erlesene Morde und spannende Verfolgungsjagden, dazu wahrscheinlich doch nicht vergiftete leckere Menüs und mysteriöse Stadtführungen: Für die Freunde des gepflegten Nervenkitzels ist zwischen 21. Oktober und 13. November wieder Hochsaison: Die Krimitage Saar finden zum vierten Mal statt.

Saarbrücken. In den letzten drei Jahren sind keine Todesfälle bekannt geworden. Es dürfte also auch 2016 in Ordnung sein, das eine oder andere „mörderische Dinner“oder kriminelle Frühstück im Hotel Leidinger oder im Gasthaus Baker Street zu sich zu nehmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich auch zuhause essen und danach bei einer Krimirallye, einem Filmabend oder einer ganz unkulinarischen Krimilesung mitmachen.

Bei den Krimitagen Saar kommen rund ums Quartier Mainzer Straße alle Freunde des gepflegten Nervenkitzels zu ihrem Recht. Am 21. Oktober eröffnen die nunmehr vierten Krimitage – diesmal wieder mit einer Lesung aus der SR3-Krimireihe „Mord vor Ort“(19.30 Uhr, Baker Street). Bis zum 13. November können dann Krimifans in Saarbrücken ganz ungefährdet auf Mörderjagd gehen oder sich den Mörder servieren lassen.

Die Krimitage Saar sind eine Veranstaltung der Agentur Erlebnisraum in Zusammenarbeit mit dem Leidinger HotelEvent-Restaurant, dem Filmhaus Saarbrücken und dem Conte Verlag in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Quartier Mainzer Straße. Über 30 Krimi-Termine sind bislang festgelegt. Es gibt natürlich viele Lesungen mit lokalen Autoren, denn das Saarland ist seit einiger Zeit ein recht guter Nährboden für Krimi-Autoren.

Am 22. Oktober bei der Lesung „Kriminell gut“im Leidinger etwa kann man gleich mehrere von ihnen erleben. Neben dem beliebten Criminal Pubquiz (26. Oktober, Baker Street) und der abendlichen Tour „Morde, Mondschein, Gaumenkitzel“(27. Oktober) gibt es auch noch ein paar mafiöse Verstrickungen („Requiem für einen Don“am 19. Oktober im Leidinger) und eine sehr späte Lesung, die es dann eigentlich gar nicht gegeben haben kann, denn sie findet zur „verlorenen Stunde“statt, zwischen zwei und drei Uhr nachts, wenn die Uhren umgestellt werden. Und es gibt wieder eine Lesung an besonders passendem Ort: Isabella Archan (5. November) und Christian Bauer (12. November) laden ins Bestattungshaus Pietät von Rüden. Jede Menge weitere Lesungen begabter Autorinnen von hier und andernorts gibt es bei den Krimitagen, mal mit mal ohne Diner. Und frühstücken und sich nebenbei als Detektiv betätigen kann man bei mehreren „Krimifrühstücken“im Leidinger und in der Baker Street. Brötchen mit Mor (d)tadella dürften da wohl besonders gefragt sein … bre

Tickets und Programm unter www.krimitage-saar.de